Altes Milchhaus

Aus Dokumentation Obersiebenbrunn
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Für diese Seite ist noch sehr viel zu recherchieren!!!! --WikiSysop2 17:23, 6. Feb. 2010 (UTC)


Inhaltsverzeichnis

Milchgenossenschaft Obersiebenbrunn

Gründung

Die Milchgenossenschaft wurde am 21. Dezember 1903 gegründet. Ihre Aufgabe war die Sammlung, Kühlung und Verwertung der Milch, die von ihren Mitgliedern erzeugt wurde.


Obmänner

ab 13.1.1935 Johann Naimer (geb. 7.1.1899)

Letzter Obmann der Genossenschaft: Alois Brandstetter


Geschäftsführer

ab 8. 10. 1935 Adam Zehetbauer (geb. 19.10.1887), war auch "Milchkühler" vom 27. 4. 1945 bis 1. Juli 1957.

Milchanlieferung

Die Milchbauern brachten 2 mal täglich die frische, vorgereinigte Milch. Meistens wurden hierzu Milchkannen mit 15 - 20 Liter benützt. Im Milchhaus wurde die Milch nochmals filtriert und sofort gekühlt.

Jeder Milchbauer benützte zur Abrechnung das sog. "Milchlieferungsbuch". Darin wurde die täglich gelieferte Milch eingetragen und die Auszahlungsbeträge abgerechnet.

Quelle: Mag. Günther Zier

G.Frohner> Milchübernehmer waren in den 30ern bis zum Kriege die Familie Rosar, diese hatten auch die Milchabfuhr zur Bahnstation. Während des Krieges waren die Familie Koppe Milchübernehmer, danach führten das Milchhaus Frau Mimi Pozarek,Frau Josephine Leban und ab 01.10.1972 bis zur Schließung am 30.04.1979 Frau Hedwig Zikesch. Der Obmann vor Brandstetter Alois war Wagner Joh.

Bitte noch recherchieren!! G.Frohner

Gemeinschaftskühlanlage

Die Milchgenossenschaft errichtete in den 1960er Jahren eine Gemeinschaftsanlage zur Tiefkühlung. In den Räumen des Milchhauses wurden für jedes Mitglied einzelne, verschließbare Tiefkühlfächer mit etwa 200 Liter Inhalt bereitgestellt. Als die Haushaltsgefriertruhen auf den Markt kamen, waren die Gefrierfächer im Milchhaus umständlich und wurden nicht mehr benützt, ihr Betrieb war dann sehr unwirtschaftlich.

Lange Zeit wurde der Kühlraum von der Jagdgesellschaft Obersiebenbrunn zur Lagerung von Wild benützt. Hinter dem Milchhaus befand sich der Waschplatz für die Bauern von Obersiebenbrunn. Die Instandhaltungs- und Betriebskosten wurden von der Jagdgesellschaft Obersiebenbrunn getragen.

Liquidierung der Genossenschaft

Durch die Entwicklung der Landwirtschaft, besonders die Spezialisierung auf den Ackerbau, ging die Milchlieferung ständig zurück. Die Genossenschaftsmitglieder entschlossen sich daher im Jahr 1979 zur Auflösung. Die letzte Angestelte Frau Hedwig Zikesch wurde per 30.04.1979 gekündigt. Im Dezember 1980 wurde die Milchgenossenschaft aufgelöst. [1]

Das Milchhaus und das Grundstück wurde der Freiwilligen Feuerwehr geschenkt, die später bei der Errichtung des neuen Feuerwehrhauses die ideellen Hälfte des Grundbesitzes mit der Marktgemeinde Obersiebenbrunn tauschte.

Das Milchhaus

Das Bild zeigt das alte Milchhaus zu einer sehr frühen Zeit: links im Bild wird es etwa zur Hälfte dargestellt. Gegenüber die alte Dorfschmiede

Dorfschmiede,Milchaus,Feuerwehrdepot.jpg

Bildquelle: Gerhard Frohner

Altes Milchhaus in den 1950-60ern

Bild: Der Hauptplatz: links im Bild, das erste Gebäude ist das Milchhaus. Rechts davor die Brückenwaage. Hinter dem Milchhaus schließt gleich das das alte Feuerwehrhaus an. Es hat 2 Tore. Anhand des Gerüstes des Kirchturms lässt sich einwandfrei auf das Jahr 1957 schließen. Bildquelle: E. Wawra.

Hauptplatz Altes Feuerwehrhaus Alte Schmiede Ende 50er.jpg


Das Alte Milchhaus wurde 19.. umgeräumt und musste Platz für das neuen Feuerwehrhaus machen.

Es gibt noch ein Bild aus den 1960ern, da ist es etwas zu sehen: Das letzte Haus auf der rechten Häuserzeile vor dem Gasthaus Zier ist das alte Milchhaus. Vor dem Milchhaus war die Brückenwaage der Gemeinde.

Hauptplatz mit Maibaum in den 1960ern.jpg


Quellennachweis

  1. aus: Prem: "Obersiebenbrunn, Geschichte einer Marktgemeinde", Seite 238
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