Hausberg/Wasserburg

Aus Dokumentation Obersiebenbrunn
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Text von Ing. Robert Zatschkowitsch

Die Herren der Burg, die im 12. Jahrhundert entstanden sein durfte, waren Chalhoch und Rudiger von Sibenprunn. Im Klosterneuburger Saalbuch kommen ein Chalhohus und Rudigerus de Sibenprunn im Jahre 1169 als Zeugen bei einer Begehung der Frau Hedwig von Schönkirchen vor, die auf der Stelle des alten Römerkastells ihre Burg erbauen wollte. Dies war eine Wasserburg, denn das Gebiet war bis vor 50 Jahren noch sumpfig. Daher ist es begreiflich, dass die Burg bald wieder verlassen wurde. Deshalb verfiel die Burg zu Beginn des 14. Jahrhunderts, denn im Jahre 1343 verkaufte Hadmar der Stuchs von Trautmannsdorf den halben Hof und seinen Anteil an dem Burgstall Obersiebenbrunn an einen Herrn Ulrich von Merkenstein. Das bedeutet, dass um diese Zeit die Burg bereits verödet war. Kurz bevor Kardinal Graf Sigismund Kollonitsch die Herrschaft Obersiebenbrunn an Prinz Eugen von Savoyen verkaufte, wurde sie im Jahre 1725 durch den Lehenprobst des Grafen Schönborn-Buchheim, von dem Kollonitsch den Burgstall als Lehen hatte, in Augenschein genommen. In dem Protokoll heißt es: „Da wo ein erhöhtes Terrain in der Mitte und breiten Gräben umfangen sind die Reste eines Gebäudes sichtbar das mit Gras überwachsen aber vor Zeiten wohl ein großes Gebäude war, welches in der Nachbarschaft als Burgstall genannt wird.“

In einer anderen Niederschrift heißt es: Prinz Eugen hatte das Sumpfgebiet durch einen Damm des Stempfelbaches von Ober- nach Untersiebenbrunn trockengelegt und so den größten Teil des Burgstalls in fruchtbare Felder und Wiesen verwandelt.
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