Mörderjagd 1993

Aus Dokumentation Obersiebenbrunn
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Im Jahre 1993 wurde der Polizist Johann Smutny ermordet.


Freitag 6.11.1993 werden im Reitstall Obersiebenbrunn Robert Planka und Michael K. (15) überwältigt.

Gendarmerie nimmt Verbrecher fest 1993.jpg

Die Gendamerieposten-Einbrecher, welche zwei Wochen zuvor im Posten Pöllau/Stmk. und Schwarzau/NÖ Pistolen und eine Maschinenpistole erbeuteten, werden in Obersiebenbrunn verhaftet.
Eine Großfahndung mit den Einsatzkräften Kobra und Wega, sowie mit Hubschrauber begann zunächst in Wien/Donaustadt. Bei der Flucht schossen sie in Groß Enzersdorf einen Gendarmen an. Quer durchs Marchfeld kommen sie von Untersiebenbrunn her zur Kreuzung Gänserndorf mit ihrem Auto angerast. Da ist eine Straßensperre. Im Vorbeifahren schießt der 15-Jährige den dort anwesenden Polizisten Johann Smutny in den Kopf. Auf das Fluchtauto werden mehrer Schüsse abgefeuert. Bei der Parkmauer lassen sie das beschädigte Auto stehen und flüchten in den Park, wo sie von den Einsatzkräften im Reitstall aufgespürt und verhaftet werden.

Quelle: Wiener-Zeitung, Kurier
Text: G.Frohner

Zeitzeugen erinnern sich

Bericht von Ing. Martin Grimling

Kann mich an diesen Samstag, 6. November noch erinnern, erfuhr noch im Bett aus dem Radiowecker von den Vorgängen in Obersiebenbrunn und habe damals auch einige Videoaufnahmen vom Marktplatz aus gemacht. Zunächst vermutete man die Verbrecher auf den Dach der Reithalle, dies waren aber nur Arbeiter.

Nachdem man nicht fündig wurde, wollte man die Verfolgung schon aufgeben. Ein Arbeiter vom Reitclub wollte auf den Dachboden des neueren Zubaues rechts vom Schloss, hörte dort Stimmen und verständigte die Polizei. Daraufhin begann erneut die Suche.

Die Verbrecher flüchteten Richtung Gutshof, sprangen dort über die Parkmauer und wurden dort ziemlich brutal von der Sondereinheit festgenommen.

Im ORF-Beitrag sieht man die festgenommenen, blutenden Verbrecher beim A-Masten nahe des Gutshofes - etwas dahinter ist jetzt der Elektrobrunnen. Vorher muss schlechtes Wetter geherrscht haben, auch bei der Festnahme, da der Weg recht "gatschig" war.

Herr Johann Miletich sah den tödlichen Schuss. Dabei wurde ein Polizist aus Marchegg getroffen, der zufällig anwesend war, weil er eigentlich nach Wien einkaufen fahren wollte. Da er in der Nacht im Wien bei der Verbrecherjagd beteiligt war, Samstag Vormittag frei hatte und die Straßensperre sah, wollte er sich eigentlich nur bei seinen Kollegen über den "Stand der Dinge" erkundigen und wurde dabei tödlich in die Schläfe getroffen.

Soweit meine Erinnerungen.

[1]

Bericht von Ing. Robert Zatschkowitsch

An diesen Tag kann ich mich auch noch gut erinnern. Ich fuhr durch die Straßensperre zum Sperrmüllplatz. Als ich den Müll in die Container hineinstopfte fielen an der Kreuzung die Schüsse. Nachher wurde mir schon ein bisschen mulmig, denn es waren vielleicht 2 Minuten als ich dort vorbeifuhr. Als die Schüsse fielen war ich nur einige Meter davon entfernt.



An der Stelle des Verbrechens wurde eine neue Kapelle errichtet. Link: Kapelle Kreuzung
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